Chronik

 chronik02Die ersten archäologischen Zeugnisse von
 Menschen, die auf dem Gebiet der heutigen
 Marktgemeinde siedelten, stammen aus der
 Urnenfelderzeit (1250/1200 bis 750/700 vor
 Christus).


Römische Epoche
Ist die Jüngste Eisenzeit (LaTene-Kultur, 500/400 bis 15/16 v.Chr.) in Kalsdorf lediglich durch einige Funde an Keramik nachweisbar, so bestand hier während der römischen Epoche eine  bedeutende Siedlung mit einem ausgedehnten Gräberfeld sowie eine der größten römerzeitlichen Villen des gesamten Ostalpenraumes.

Das römische Dorf
Das Wissen um diesen römischen vicus (=Dorf) und um das Gräberfeld war den Kalsdorfern freilich seit jeher bekannt, wenn auch nur in einer seltsamen Sage um eine von den Türken zerstörte Römerstadt namens Kalstadt. Als dann der Bauer Peter Barth am 5. Juni 1850 den weit über die Steiermark hinaus bekannt gewordenen römerzeitlichen Grabstein des Schmiedes Nammonius Mussa ausgrub, begann sich das Interesse der Wissenschaft dem Raum Kalsdorf zuzuwenden.

Klassische Archäologie
Der vicus (=Dorf), dessen Bedeutung bereits von F. Pichler 1878 erkannt worden war, konnte in den Jahren 1990 bis 1993 vom Institut für Klassische Archäologie der Universität Graz teilweise erforscht werden. Die Ausdehnung dieses Dorfes dürfte an die 40 ha betragen haben.