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Pensionsangelegenheiten im Marktgemeindeamt
Hauptplatz 1, A-8401 Kalsdorf bei Graz
Tel.: 03135/52551-16
Fax: 03135/52551-34
Mobil: 0664/8410328
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Die österreichische Sozialversicherung beruht auf Gesetzen und deren Durchführungsbestimmungen. Eine der wichtigsten Rechtsgrundlagen ist das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG). Es regelt die Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung für die Arbeiter und Angestellten in Industrie, Bergbau, Gewerbe, Handel, Verkehr und in der Land- und Forstwirtschaft sowie die Krankenversicherung der ASVG-Pensionisten. Aufgabe der Pensionsversicherung ist die finanzielle Absicherung

  • der Versicherten im Alter oder
  • nach krankheitsbedingtem Ausscheiden aus dem Berufsleben sowie
  • der hinterbliebenen Angehörigen.

Die Pensionsleistung soll annähernd das durch die Pensionierung wegfallende Erwerbseinkommen ersetzen und somit den Lebensunterhalt des Pensionisten sicherstellen. Im Falle des Todes des Versicherten sind die Pensionen für Hinterbliebene Ersatz der weggefallenen Unterhaltsleistung. Die Finanzierung der Pensionsleistungen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung erfolgt in Form des Umlageverfahrens, auch Generationenvertrag genannt. Dies bedeutet, dass die ausgezahlten Pensionen großteils durch die Beitragszahlungen der Erwerbstätigen finanziert werden. Rund 80 Prozent der Pensionsleistungen werden derzeit durch die Beitragsleistungen abgedeckt. Der Rest wird über den Bundesbeitrag aus allgemeinen Steuergeldern aufgebracht. Der Leistungskatalog der Pensionsversicherung umfasst jedoch nicht nur Pensionen. Die Pensionsversicherungsanstalt hat auch die Aufgabe, durch Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge (zB Aufenthalt in Kurorten) und der Rehabilitation (weit gehende Eingliederung von behinderten Personen in das Erwerbsleben) den vorzeitigen Anfall einer Pension nach Möglichkeit zu verhindern oder doch möglichst zu verzögern.

Zuständigkeit

Für die Leistungserbringung ist jener Pensionsversicherungsträger zuständig, bei dem in den letzten 15 Jahren vor dem Stichtag die meisten Versicherungsmonate erworben wurden.
Sollten in den letzten 15 Jahren keine Versicherungsmonate vorliegen, ist jener Träger zuständig, bei dem der letzte Versicherungsmonat erworben wurde.

Eine Pension muss beantragt werden. Für die einzelnen Pensionsarten sind unterschiedliche Antragsformulare vorgesehen. Auch ein formloses Schreiben wird als Antrag gewertet. Pensionsanträge können bei allen Sozialversicherungsträgern, beim Magistrat, den Bezirkshauptmannschaften sowie den Gemeindeämtern gestellt werden.

Antragstellung

Sämtliche Anträge sind gebührenfrei. Gleiches gilt für alle Dokumente, die zur Vorlage bei Sozialversicherungsträgern ausgestellt werden. Die Pensionen werden monatlich im Nachhinein angewiesen. Zu den Pensionen für April und September gebührt jeweils eine Sonderzahlung.

Pflegegeld:


Das Pflegegeld gibt pflegebedürftigen Menschen die Möglichkeit, sich die notwendige Betreuung und Hilfe zu sichern. Mit dem Pflegegeld werden Mehraufwendungen pauschal abgegolten. Die finanzielle Absicherung soll pflegebedürftige Menschen in die Lage versetzen, ein selbstbestimmtes und nach den persönlichen Bedürfnissen orientiertes Leben zu führen.

Antrag auf Pflegegeld

Ein Antrag auf Pflegegeld kann mittels Formular erfolgen und wird in der Regel vom Pflegebedürftigen selbst, wenn er dazu nicht in der Lage ist, vom gesetzlichen Vertreter bzw. Sachwalter gestellt. Antragsberechtigt sind aber auch Familienmitglieder oder Haushaltsangehörige.Wichtig ist, dass der Pflegegeldbezieher bzw. sein gesetzlicher Vertreter jede für den Bezug des Pflegegeldes maßgebliche Änderung (z.B. Wohnsitzwechsel) der pflegegeldauszahlenden Stelle meldet, da zuviel ausgezahltes Pflegegeld zurückgefordert wird.Höherer PflegeaufwandSteigt der Pflegeaufwand, muss man die Erhöhung des Pflegegeldes schriftlich beantragen.

Untersuchung

Die Untersuchung für die Feststellung ob bzw. in welcher Höhe ein Pflegegeldanspruch vorliegt, kann auf Wunsch des Pflegebedürftigen im Rahmen eines Hausbesuches und unter Anwesenheit einer Vertrauensperson erfolgen.

Allgemeine Voraussetzungen für Pflegegeld

Pflegegeld gebührt, wenn

  • auf Grund einer körperlichen, geistigen bzw. psychischen Behinderung oder einer Sinnesbehinderung ständig Betreuung und Hilfe in einem bestimmten zeitlichen Mindestausmaß erforderlich ist,
  • dieser Zustand mindestens 6 Monate andauert und
  • der gewöhnliche Aufenthalt des Pflegebedürftigen in Österreich liegt.

Für österreichische Staatsbürger und Staatsbürger eines EWR-Mitgliedstaates ist der gewöhnliche Aufenthalt in einem EWR-Mitgliedstaat dem Inlandsaufenthalt unter bestimmten Voraussetzungen gleichgestellt.

Anspruch auf Pflegegeld

In Österreich haben folgende Menschen Anspruch auf Pflegegeld:

  • Pensionisten,
  • Bezieher einer Vollrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung sowie Schüler und Studenten, wenn der Pflegebedarf durch einen Arbeits(Dienst)unfall oder eine Berufskrankheit verursacht wurde,
  • Bezieher von Ruhe-/Versorgungsgenüssen (Beamte im Ruhestand und deren Hinterbliebene),
  • Bezieher von Beihilfen und Renten aus der Kriegs- bzw. Verbrechensopfer- und Heeresversorgung sowie aus der Opferfürsorge,
  • Bezieher eines Sonderruhegeldes nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz.

Beginn und Dauer

Der Beginn der Leistung hängt vom Antragsdatum ab. Das Pflegegeld bzw. eine Erhöhung des Pflegegeldes gebührt ab dem auf die Antragstellung folgenden Monatsersten.Das Pflegegeld kann auch befristet zuerkannt werden, wenn eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Eine Weitergewährung des Pflegegeldes ist bei Fortbestand der Pflegebedürftigkeit nach rechtzeitiger Antragstellung möglich.