Hochzeit

In Österreich kommt eine gültige Eheschließung nur dann zustande, wenn sie von einem Standesbeamten vorgenommen wird.

Konfessionelle Eheschließungen haben vor der Behörde keine Rechtsgültigkeit. Die Terminreservierung am Standesamt ist maximal sechs Monate vor der geplanten Eheschließung möglich, da das "Aufgebot" ("Niederschrift zur Ermittlung der Ehefähigkeit") nur maximal sechs Monate gültig ist, eine Mindestfrist ist nicht mehr vorgesehen.

Zur Anwendung am Standesamt sollten Braut und Bräutigam anwesend sein. Nur in wenigen Ausnahmefällen genügt die Anwesenheit eines der beiden Verlobten. In diesem Fall ist vor der Anmeldung beim Standesamt das Formular "Erklärung des nicht erschienenen Verlobten" mit der Angabe des Verhinderungsgrundes (z.B. Krankenhausaufenthalt, berufliche Verhinderung), der in das Formular eingetragen wird, abzuholen und von der Person auszufüllen, die bei der Anmeldung nicht anwesend sein kann.

Dieses ausgefüllte Formular ist dann u.a. zur Anmeldung mitzubringen. Einige wichtige Punkte, wie z.B. welcher Name nach der Eheschließung geführt werden soll, sind vor Besuch des Standesbeamten zu klären. Hinweis: Bei der Trauung sind laut Gesetz mindestens zwei TrauzeugInnen erforderlich.

Zur Anmeldung der Eheschließung erforderliche Urkunden:

  • Abschrift aus dem Geburtenbuch (nicht älter als sechs Monate); bei im Ausland Geborenen Geburtsurkunde, Abstammungsurkunde o.ä.
  • Staatsbürgerschaftsnachweis (bei Ausländern: Reisepass).
  • Nachweis des Wohnsitzes (Aufenthaltes).
  • Gerichtsbeschluß über Ehemündigkeitserklärung mit Rechtskraftklausel (Verlobte zwischen 16 und 18 Jahren).
  • Einwilligung des gesetzl. Vertreters bzw. Sachwalters/und des Erziehungsberechtigten bzw. den Gerichtsbeschluß über die Ersetzung der Einwilligung.
  • Heiratsurkunden aller Vorehen.
  • Sterbeurkunde bzw. Todeserklärung des(r) früheren Ehegatten.
  • Ehescheidungs-, Eheaufhebungs- und Nichtigkeitsurteile (-beschlüsse) mit Rechtskraftklausel.
  • Anerkennung der ausländischen Entscheidung durch das Bezirksgericht, wenn nicht beide Ehepartner dem Staat angehört haben, dessen Gericht entschieden hat.
  • Nachweise über die Berechtigung zur Führung akademischer Grade, akademischer Berufsbezeichnungen und Standesbezeichnungen; bei ausländischen Diplomen nötigenfalls Nostrifikationsbescheid.
  • Geburtsurkunden der gemeinsamen vorehelichen Kinder, ggf. auch deren Heiratsurkunden und Geburtsurkunden ihrer Kinder.
  • Bei Ausländern zusätzlich: Bestätigung der Ehefähigkeit (Ehefähigkeitszeugnis) des zuständigen Heimatstandesamtes bzw. der Vertretungsbehörde des Heimatstaates (Botschaft, Konsulat).
  • Wenn möglich die Heiratsurkunde der Eltern.

Fremdsprachige Urkunden und Bestätigungen müssen von einem in Österreich gerichtlich beeideten Dolmetscher übersetzt sein. Der Standesbeamte kann die Vorlage weiterer Urkunden und Nachweise verlangen, wenn die allgemein verlangten Urkunden und Nachweise zur ordnungsgemäßen Beurkundung nicht ausreichen.

Termine für eine Rechtsberatung vor der Eheschließung finden Sie hier!