Pflegegeld


Pflegegeld

Das Pflegegeld gibt pflegebedürftigen Menschen die Möglichkeit, sich die notwendige Betreuung und Hilfe zu sichern. Mit dem Pflegegeld werden Mehraufwendungen pauschal abgegolten. Die finanzielle Absicherung soll pflegebedürftige Menschen in die Lage versetzen, ein selbstbestimmtes und nach den persönlichen Bedürfnissen orientiertes Leben zu führen.

Antrag auf Pflegegeld

Ein Antrag auf Pflegegeld kann mittels Formular erfolgen und wird in der Regel vom Pflegebedürftigen selbst, wenn er dazu nicht in der Lage ist, vom gesetzlichen Vertreter bzw. Sachwalter gestellt. Antragsberechtigt sind aber auch Familienmitglieder oder Haushaltsangehörige.Wichtig ist, dass der Pflegegeldbezieher bzw. sein gesetzlicher Vertreter jede für den Bezug des Pflegegeldes maßgebliche Änderung (z.B. Wohnsitzwechsel) der pflegegeldauszahlenden Stelle meldet, da zuviel ausgezahltes Pflegegeld zurückgefordert wird.Höherer PflegeaufwandSteigt der Pflegeaufwand, muss man die Erhöhung des Pflegegeldes schriftlich beantragen.

Untersuchung


Die Untersuchung für die Feststellung ob bzw. in welcher Höhe ein Pflegegeldanspruch vorliegt, kann auf Wunsch des Pflegebedürftigen im Rahmen eines Hausbesuches und unter Anwesenheit einer Vertrauensperson erfolgen.

Allgemeine Voraussetzungen für Pflegegeld

Pflegegeld gebührt, wenn
auf Grund einer körperlichen, geistigen bzw. psychischen Behinderung oder einer Sinnesbehinderung ständig Betreuung und Hilfe in einem bestimmten zeitlichen Mindestausmaß erforderlich ist,
dieser Zustand mindestens 6 Monate andauert und
der gewöhnliche Aufenthalt des Pflegebedürftigen in Österreich liegt.
Für österreichische Staatsbürger und Staatsbürger eines EWR-Mitgliedstaates ist der gewöhnliche Aufenthalt in einem EWR-Mitgliedstaat dem Inlandsaufenthalt unter bestimmten Voraussetzungen gleichgestellt.